Statement der Crew des Café Similde in Leipzig

Liebe Betroffene, liebe Unterstützer_innen-Gruppe,

mit großem Unverständnis haben wir, die Crew des Cafes“Similde“ in Leipzig – leider mit sehr großer Zeitverzögerung – von den Vorfällen in der Gerberstraße mitbekommen. Wie in diesem vermeintlichen „linken Freiraum“ mit Sexismus umgegangen wird, hat uns sehr bestürzt. Dass diejenigen, die sich mit den von sexueller Gewalt Betroffenen solidarisieren (und offensichtlich stark in der Minderheit sind), aus den Weimarer Projekten ausgeschlossen werden ist völlig absurd. Anstatt offensiv die Auseinandersetzung mit dem stiefmütterlich behandelten Problem des Sexismus zu führen (was sicherlich nicht immer leicht ist) und die entsprechenden Konsequenzen daraus zu ziehen. Diese können nur darin bestehen, die Betroffenen ernst zu nehmen, ihre Vertrauenspersonen zu respektieren und die Projekte wieder frei zugänglich zu machen, mit anderen Worten: Sexisten der Räume zu verweisen.
Weiterhin ist die Art und Weise, wie die Konsequenzen aus den Vorfällen gezogen wurden, nämlich dass das Hausplenum der Gerber 1 schlichtweg übergangen wurde, in unseren Augen für ein emanzipatorisches Projekt, als welches die Gerberstraße bisher galt, nicht akzeptabel.

Aus diesem Grund solidarisieren wir uns mit euch und möchten euch in der Auseinandersetzung unterstützen!

Die Crew des Cafes „Similde“ in Leipzig